Das Paradies der Philippinen

Träumst du noch oder reist du schon? Wenn es ein Paradies auf Erden gibt, dann sind es wohl die Philippinen. Diese bestehen aus mehr als 7000 Inseln, du könntest also 2 Jahrzente lang auf den Philippinen verweilen und jeden Tag eine andere Insel besuchen. Klingt das nach einem Plan? Der Inselstaat im Pazifik befindet sich östlich von Vietnam und überzeugt mit herrlichen, weißen Sandstränden, türkisblauem Meer, fantastischen Hotelanlagen und der philippinischen Gastfreundschaft. Im Oktober 2019 ging es für mich auf große Reise auf die Philippinen. Schon vorher hatte ich mich komplett in das Land verliebt und war bereits ein großer Fan. Was mich jedoch vor Ort erwartet hat, hat mir die Sprache verschlagen – nahezu jeder Filipino ist unglaublich freundlich und hilfsbreit und noch dazu sind die Inselperlen wahre Postkartenidyllen. Meine Reise verschlug mich in die Hauptstadt Manila, nach Palawan, nach Panglao/Bohol und Boracay. Ich möchte dir in diesem Blog von meiner Reise erzählen und wertvolle Tipps geben. Fernweh bekommen? Gern kannst du uns kontaktieren und wir beraten dich.

Philippinen Strand
Traumstrände auf den Philippinen

Palawan

Meine Reise auf der Insel Palawan führte mich von Puerto Princesa aus über Sabang nach El Nido. Die Stadt Puerto Princesa ist in der Mitte der Insel Palawan gelegen und beeindruckt vor allem mit dem nahegelegen Underground River in Sabang. Hier führt ein unterirdischer Fluss durch eine Höhle und erschafft eine beeindruckende Kulisse. Mit einem typischen Banka, dem philippinischen Boot, geht es etwa 1,5 Kilometer tief in die Höhle hinein. Der Guide leuchtet euch den Weg und zeigt euch die beeindruckende Höhlenkulisse. In der Höhle ist es komplett dunkel, aber hier existiert auch Leben und bis heute wird die Höhle mit ihrem unterirdischen Fluss noch erforscht. Den Ort Sabang und vor allem den naturbelassenen Strand solltest du dir keinesfalls entgehen lassen. Der Strand ist perfekt für Ruhesuchende und bietet sogar Blick auf die Vulkane und Berge im Hinterland.

Am Abend gab es ein traditionell philippinisches Abendessen mit Feuershow. Hier hatten wir auch die Möglichkeit eine Delikatesse der Philippinen zu probieren, namens Tamilok. Dies ist ein langer, weißer Mangroven Holzwurm, der mit einer Chili-Sauce und Zitrone verspeist wird. Und was soll ich sagen – Ich war ein Schisser und habe es nicht probiert. Von Sabang aus ging es dann für mich mit dem Kleinbus nach El Nido, dem Höhepunkt der gesamten Reise. Aber nun erst einmal von vorne. Von Sabang nach El Nido brauchst du in etwa 6 Stunden. Hierbei solltest du beachten, dass Teile der Straße noch nicht so gut ausgebaut sind und einem auch durchaus einmal schlecht werden kann, so ging es auch mir. Das war aber schnell wieder vergessen, als ich in El Nido ankam. Alternativ kannst du auch direkt nach El Nido von Manila aus fliegen.

Der Ort El Nido ist von Backpackern übersäht, hier findest du auch viele günstige Hotels. Die wahren Pardiese liegen jedoch nicht im Stadtzentrum, die liegen in der Inselwelt in der Bucht von El Nido. Riesige, grün bewachsene Karststeinfelsen ragen aus dem türkisblauen Meer empor und bilden eine einzigartige Traumkulisse. Entdecke versteckte Lagunen und traumhafte, puderzuckerweiße Strände. In der Region kann ich dir ein Inselhüpfen nur ans Herz legen. Hier gibt es verschiedene Tagestouren, wovon die Ausflüge A und C die Beliebtesten sind. Diese Inseln muss man gesehen haben. Mit Stolz kann ich behaupten der schönste Ort an dem ich je war, war Entalula Island in der Bucht von El Nido. Als Unterkunft kann ich dir die Inselresorts nur empfehlen, da du so rund um die Uhr diese herrliche Kulisse genießen kannst. Übrigens kannst du hier bei klarem Wetter auch die Milchstraße bewundern. In El Nido bin ich beim Schnorcheln mit Nemo und seinen Freunden um die Wette geschwommen und habe die traumhafte Korallenwelt bewundert. Außerdem bin ich mit einem Kajak durch die Small Lagoon gefahren – eine wahrlich magische Atmosphäre zwischen gigantischen Felsen. Nach wundervollen Tagen auf Palawan ging es für mich auf zur nächsten Insel – nach Panglao.

Strand auf Entalula Island in El Nido auf Palawan
der traumhafte Strand von Entalula Island in der Bucht von El Nido

Panglao/Bohol

Die Insel Bohol und ihre kleine Schwester Panglao liegen in den zentralen Visayas und sind durch eine Brücke miteinander verbunden. Auf Panglao habe ich, wie auch schon in El Nido, zahlreiche Hotels auf Qualität geprüft. Ich kann dir in all diesen Regionen genauste Tipps aus erster Hand geben, welche Hotels nun die besten sind. Die schönsten Strandresorts findest du auf Panglao am Damuluan Beach und in der Nähe von Alona. Abseits der Hotels habe ich natürlich auch die Insel Bohol erkundet. Zuerst habe ich an einem Tagesausflug zu den Chocolate Hills und zum Loboc River teilgenommen. Die Chocolate Hils sind mehr als 1200 nahezu identische Hügel, die sich während der Trockenzeit braun färben und somit an Schokoladenküsse erinnern.

Ebenfalls Teil dieser Tour ist der Besuch beim philippinischen Tarsier, dieses kleine Geschöpf ist optisch eine Mischung aus einem kleinen Affen, einer Eule und einer Ratte und ist damit einfach nur zuckersüß anzusehen mit seinen riesigen Augen. Dabei ist der Koboldmaki, wie der Tarsier auch genannt wird, gerade einmal so groß wie eine menschliche Faust. Aber während meiner Reise ging es auch sportlich zu, denn ich habe an einer Mountainbiketour auf Bohol teilgenommen. Durch kleine Dörfer, den Dschungel und entlang kleiner Bäche ging es gemeinsam mit einem Reiseleiter über einen Teil der Insel. Zum Schluss habe ich noch dem Ort Anda im Osten Bohols einen Besuch abgestattet und mir die Hotels angesehen. Der Ort ist vor allem für Taucher das perfekte Ziel. Von Panglao aus, kannst du auch einen Ausflug nach Balicasag Island machen und mit etwas Glück mit Schildkröten schnorcheln. Entlang der Strände gibt es hervorragende Tauchschulen man kann sich in fast allen Hotels Schnorchelequipment leihen, um das zauberhafte vorgelagerte Riff zu erkunden.

Tarsier auf Bohol
der philippinische Tarsier auf Bohol

Boracay

Die letzte Trauminsel im Bunde war für mich Boracay. Dies ist die wohl bekannteste Urlaubsregion der Philippinen. Vor allem der White Beach ist eine wahre Postkartenidylle und macht seinem Namen alle Ehre. Auf Boracay habe ich wieder zahlreiche Hotels getestet. Hierbei achte ich vor allem auf Sauberkeit, den Service, die Ausstattung und die Lage des Hotels, denn viele Dinge erscheinen auf Bildern immer anders. Aus diesem Grund ist es sehr wertvoll, wenn man diese Hotels einmal persönlich gesehen hat. Abends genoss ich den atemberaubenden Sonnenuntergang am puderzuckerfeinen Sandstrand unter Palmen. Entlang des Strandes verteilen sich unzählige Hotels, Restaurants, Bars und Shops. Früher war Boracay die Partyhochburg der Philippinen, nach der Schließung der Insel im Jahr 2018 hat sich dies geändert. Am Strand sind beispielsweise keine Partys, kein Rauchen und auch keine Sonnenliegen erlaubt. Aber auch für das Problem der Sonnenliegen habe ich drei Hoteltipps, wo dies noch auf Boracay möglich ist.

Boracay Strandurlaub, White Beach
der berühmte White Beach auf Boracay

Manila

Zu guter Letzt besuchte ich die Hauptstadt Manila auf der Insel Luzon. In Manila nahm ich an einer internationalen Messe teil, hatte aber auch Zeit mir die Stadt ein wenig anzuschauen. Der Großraum Manila ist gigantisch und ist quasi ein Zusammenschluss aus vielen Städten und hat heute mehr als 13 Millionen Einwohner. Die Highlights im Großraum Manila sind meines Erachtens Intramuros, die Altstadt mit kolonialen Bauten und Festungen, und das hochmoderne Makati mit unzähligen Shoppingtempeln. Abseits der berühmten Sehenswürdigkeiten, wie dem Rizal Park, sieht man in Manila auch sehr viel Armut. Einmal hat mich mein Uber-Fahrer wohl missverstanden und mich in einem völlig falschen Viertel rausgelassen. Es kamen Kinder auf mich zu und haben um Geld und Essen gebettelt und ich wurde in dieser Gegend angesehen, wie der erste Mensch, da ich im Vergleich zu den Filipinos sehr groß bin. Die Lebensumstände der Einheimischen haben mich sehr schockiert, aber auch über diese Erfahrung bin ich froh. In Manila habe ich übrigens auch zum ersten Mal die berühmte philippinische Fastfood-Kette Jollibee probiert und war sehr begeistert. Zum Abschluss besuchte ich das Dessert Museum, ein knallbuntes Museum mit Dessertskulpturen und Süßigkeiten zum probieren, und das Lakbay, ein interaktives Museum für die ganze Familie über die Philippinen. Beide Museen befinden sich in der Mall of Asia in Pasay City und sind typisch asiatisch kunterbunt gestaltet. Wer soetwas mag, findet diese beiden Spots sicher sehr witzig.

Alles in allem bietet sich Manila für eine Zwischenübernachtung nach dem Langstreckenflug an, bevor es weiter geht zu den Inselresorts. Für einen Stopover von 3-4 Tagen gibt es allerdings meines Erachtens weitaus beeindruckendere und schönere Städte in Asien, wie Taipeh, Singapur oder Bangkok. Ich empfehle dir also in einer dieser Städte einen Stopover zu machen und dann auf die traumhaften Inseln der Philippinen weiterzufliegen. Für Trendsetter eignet sich die Insel Siargao mit ihren Surfhotspots und hippen Restaurants, für Ruhesuchende empfehle ich dagegen die Insel Bantayan, Erkundungslustige sind auf den Inseln Palawan, Coron, Panglao oder Siquijor genau richtig. Für Taucher sind die Inseln Panglao, Bohol mit dem Ort Anda, Coron und Mindoro die richtigen Adressen. Solltest du eine Rundreise auf den Philippinen unternehmen wollen, um das Land und die Leute näher kennenzulernen, empfehle ich dir ein Inselhüpfen oder eine Rundreise im Norden Luzons mit den Reisterrassen von Banaue und der zauberhaften Stadt Vigan.

Strand von Entalula Island in der Bucht von El Nido Region Palawan
Ankunft auf Entalula Island in der Bucht von El Nido

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